Bluetooth ist in unserem Alltag allgegenwärtig
„Blauzahn“
Um die Frage nach der Namensherkunft zu klären, werfen wir einen Blick darauf, wie die Verbindung entwickelt wurde. Das geschah in den 1990er Jahren durch die „Bluetooth Special Interest Group“ (SIG). Die skandinavischen Firmen Nokia und Ericsson gehören zu den Gründern der Bluetooth-SIG und angeblich geht die Namengebung auf den geschichtlichen Hintergrund ihrer Herkunftsländer zurück. Man sagt, dass sich der Name vom norwegischen und dänischen König Harald Blatand (Blauzahn) ableitet, welcher sehr kommunikativ und diplomatisch gewesen sein soll. Auch das Bluetooth Logo leitet sich von den Initialen des Königs ab. Da hierfür eine alte Runenschrift gewählt wurde, ist das aber nicht auf den ersten Blick offensichtlich.
Wie funktioniert die Verbindung?
Die Funkverbindung funktioniert so ähnlich wie Schallwellen. Wenn wir miteinander sprechen oder Musik hören, entstehen Schallwellen, welche auch durch die Luft übertragen werden. Diese Wellen werden von einem Sender zu einem Empfänger übertragen: Also beispielsweise von deinem Mund zum Ohr deines Gesprächspartners. Bei der Funkverbindung ist das ähnlich, nur das hier zwei Geräte miteinander kommunizieren. Die unsichtbaren Wellen haben eine bestimmte Frequenz. Die Frequenz beschreibt, wie viele Wellen in einer Sekunde übertragen werden und wird mit der Einheit Hertz (Hz) angegeben.
Und hier liegt auch einer der Unterschiede zwischen Schallwellen und Funkwellen: Sie haben eine unterschiedliche Frequenz. Bei Sprache und Musik liegt der Frequenzbereich etwa bei 200 bis 2000 Hz. Bei Funkverbindungen, wie Bluetooth (aber auch WLAN), ist die Frequenz mit 2,4 Milliarden Hertz sehr viel höher. Da diese Zahl so hoch ist, wird sie meist in 2,4 Gigahertz (GHz) angegeben. Auch der Inhalt, welcher über die Wellen übertragen wird, unterscheidet sich. Bei Schallwellen werden Worte oder Musik übertragen, bei Bluetooth dagegen ein Code, der aus den Zahlen 1 und 0 zusammengesetzt ist. Besitzen zwei Geräte das gleiche Funkprotokoll, mit dem die Zahlen „übersetzt“ werden können, funktioniert die Verbindung und Daten, wie Musik, Fotos und Dateien, können übertragen werden.
Ein weiterer Unterschied: Wenn wir miteinander sprechen, können alle Personen zuhören, die in sich in der Nähe aufhalten. Bei Bluetooth wird aber ein ganz bestimmter Empfänger ausgewählt. Das passiert über Chips, die in bluetoothfähigen Geräten eingebaut sind. Über die Seriennummern in diesen Chips koppeln sie sich. Du kannst an deinem Smartphone oder Bluetooth-Gerät bestimmen, welche Geräte sich verbinden sollen.
- An allen Geräten muss die Bluetooth Funktion aktiviert werden. Am Smartphone gibt es hierfür meist einen Kurzbefehl in deiner Menüleiste oben. Alternativ kannst du Bluetooth auch in den Einstellungen deines Smartphones finden.
- Nun muss die Sichtbarkeit für andere Bluetooth-Geräte aktiviert werden. Andernfalls kannst du die anderen Geräte nicht sehen und dich nicht verbinden.
- Nun sollte das andere Gerät oder die anderen Geräte in deiner Liste auftauchen. Du kannst dich nun mit diesen koppeln. Dabei muss manchmal ein Sicherheitscode ausgetauscht werden. Das soll verhindern, dass sich jemand Fremdes unbefugt mit deinem Gerät verbindet.
- Nun startet der „Pairing“-Modus. Es können nun Daten ausgetauscht werden.